Tasmanien

Wir hatten so viel gehört - Tasmanien soll eine kleine Version von Australien sein... Tasmanien soll wie die Nordinsel Neuseelands sein... Wir stellen fest: Tasmanien ist wie Tasmanien.
Hobart ist eine lebendige, junge Stadt mit viel Lifestyle, Streetart und einer aktiven Kunst- und Kulturszene. Der Hausberg Hobarts, der Mt. Wellington, zeigt sich oft einseitig bedeckt und nach Hobart hin offen. Eine schöne Perspektive auf die Stadt. Das MONA (Hobart's Museum of Old and New Art) ist schon ohne den Inhalt ein Kunstwerk. Das kann vielleicht wirklich nur privates Geld. Die weiteren Städte sind sich in Struktur und Architektur oft ähnlich und wenig spannend. Die Innenstädte gleichen den sterbenden Innenstädten deutscher Kleinstädte. Andererseits reist man nicht nach Tasmanien, um Städte anzusehen. An der doch sehr unrühmlichen Geschichte der Besiedelung Tasmaniens kommt man nicht vorbei, wenn man Port Arthur besucht. Hier wird an die vielen Hundert Iren und Engländer erinnert, die als Strafgefangene hierher gebracht wurden und an deren Wärter. Gedacht wird nicht der Aborigines, die in nur wenigen Jahren gezielt ausgerottet wurden.
Wir finden unendlich lange Strände, die offenbar außer uns niemanden interessieren, endlose Wälder aus Baumheide, Baumfarnen und Eukalyptusbäumen und die am wenigsten spektakulären Wasserfälle, die wir je gesehen haben, mit den bedeutungsvollsten Hinweisschildern. Wilde Tiere sehen wir in Freiheit und Gefangenschaft. Und wir sehen die längsten Beregnungsanlagen, die wir je gesehen haben (Kreisberegnungen bis zu 350m lang).
Ein paar Fundstücke enthalten wir euch auch nicht vor.