Australiens Ostküste
Die Australische Ostküste ist lang. Für uns ist sie über 4000 km lang, die wir am 23.3. mit unserem Flug von Darwin nach Cairns beginnen. Wir machen viele Schlenker auch ins Landesinnere, das tatsächlich auch mal „Hinterland“ heißt. Und wir fassen den Begriff etwas weiter, weil für uns dieser Teil der Reise erst in Melbourne endet.
Im tropischen Norden stößt der Regenwals übergangslos ans Meer. Hier ist man oft aufgefordert, den Strand zu meiden, oder gut auf die mögliche Anwesenheit von Krokodilen zu achten. Ins Meer, das schön warm ist, sollte man auch nicht gehen, weil Würfelquallen und Haie lauern. Bei einem Schnorchelausflug fahren wir zu einem Riffteil des Great Barrier Reefs, der quallenfrei sein soll, dennoch müssen wir „Stingersuites“ tragen. Sicher ist sicher. Das Cape Tribulation ist der nördlichste Punkt unserer Ostküstentour. In Mossman driften wir auf dem Mossman River auf Luftmatrazen durch den Regenwald. Nach ein paar Tagen im Regenwald treten wir unsere Reise nach Süden an, vorbei an endlosen Zuckerrohrfeldern und Rinderweiden. Natürlich fahren wir auf die Whitsundays, mit vielen anderen Passagieren auf der Fähre. In Yeppoon bekommen wir den Tipp, dass man auf Keppel Island besser schnorcheln kann, als auf den Whitsundays und vor allem ohne Quallen und Krokodile. Ab hier kann man wieder gefahrlos ins Meer. Wir beobachten endlose abendliche Züge von fliegenden Hunden und Papageien aller Art. Was sehr schön und manchmal sehr laut ist. An der Sunshine Coast bekommen wir Besuch aus der Heimat. Elferts Tochter und Enkelin kommen für ein paar Tage zu uns. Küste und Meer und die „Glasshouse Mountians“ sind gleichermaßen schön und begeistern uns alle vier.
Wir entdecken Städte wie Townsville, Maryborough (hier wurde Mary Poppins ersonnen), Brisbane, Sydney und viele Kleinstädte (mal hübsch und mal nicht hübsch). Historisches und modernes. Wir entdecken Kunst an den ungewöhnlichsten Orten, manchmal an Häuserwänden von Kleinstädten, manchmal mitten im Nirgendwo. Wir biegen in die wunderschönen Blue Mountains ab und merken deutlich, es ist Herbst. Die kühlen Temperaturen verhindern das Ausdünsten der ätherischen Öle aus dem Eukalyptuswald, daher sind die Berge dieser Tage nicht blau. Plötzlich sind die Temperaturen nachts einstellig und die Bauweise der Hotels, Motels und Bungalows mit den darin befindlichen Airconditions zum Heizen, stellt sich als unzureichend für diese Temperaturen heraus, genau wie die Bettdecken. Aber die Tage sind herrlich und meist sonnig. Es gelingt uns auch tatsächlich Koalas in freier Wildbahn zu entdecken. Abends versammeln sich Kängurus vor unserer Haustür und wir erfreuen uns an der prachtvollen Vogelwelt. Wir lernen was die Australier unter Inlets verstehen - nämlich dem Meer vorgelagerte Lagunen, die Flüsse und Süßwasserseen dort gebildet haben und die Landschaft noch einmal reizvoll verändern. Nicht zu vergessen, wir haben alle möglichen Tiere entdeckt: Küstendrachen, Kängurus, Wallabys, Seelöwen, Koalas, Delphine, Schlagen, Meeresschildkröten, Korallen und ungezählte Vogelarten.
Wir möchten keinen Tag unserer spannenden Reise missen und wir wissen und schätzen, dass wir das Privileg haben, eine solche Reise unternehmen zu können und zu dürfen.